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Portrait

Christian Bährens studierte Gesang im Rahmen des Schulmusikstudiums. Sein erster Lehrer war Prof. Richard Gsell, ein renommierter Pädagoge und Vertreter der italienischen Schule. Nach seiner Abschlussprüfung war Christian Bährens vor allem als Chorsänger im Kammerchor der Hochschule und als Flötist aktiv.

Durch die eigene stimmbildnerische Arbeit mit dem Wilmersdorfer Kammerchor wuchs im Laufe der Zeit sein Interesse am Sologesang. Bei einem Seminar für funktionale Stimmbildung lernte er 1990 Markus Haas kennen, der bald darauf sein Gesangslehrer wurde und es bis heute ist. Das von Haas entwickelte Gesangskonzept Canto funzionale hat er von seinen Anfängen mitvollzogen; es bildet das Fundament der eigenen Unterrichtstätigkeit (seit 1995) und der Arbeit als chorischer Stimmbildner.

Mit der Partie des Evangelisten in der Matthäuspassion von Heinrich Schütz begann Christian Bährens seine solistische Tätigkeit; es folgte die Basspartie im Weihnachtsoratorium von Bach und verschiedene Lieder und Solokantaten in Konzerten und Gottesdiensten. Besonders intensiv entwickelte sich die Zusammenarbeit mit dem Lautenisten Konrad Navosak, mit dem er mehrfach konzertierte. Eine Tournee mit geistlichen Liedern und Kantaten führte beide im Sommer 2002 nach Schweden.

Im Mai 2003 gab er seinen ersten romantischen Liederabend. Gemeinsam mit der Pianistin Monika Gröbl präsentierte er den Eichendorff-Liederzyklus op. 39 von Robert Schumann und die Songs of Travel von Robert Louis Stevenson in der Vertonung von Ralph Vaughan Williams. Im September desselben Jahren sang er außerdem die Titelpartie in Purcells "Dido und Aenas" sowie Sololieder von Purcell ("Music for a while", "Sweeter than Roses" u.a.).

In den anschließenden Jahren folgten Wiederaufnahmen des Lieder-Programms mit Monika Gröbl,  erweitert mit Liedern von Hugo Wolf, sowie zahlreiche Konzertabende mit englischen Lautenliedern von Campion, Dowland, Morley und Rosseter mit Konrad Navosak. 2012 kam schließlich Schuberts Winterreise mit Phillip Mayers am Klavier zur Aufführung, begleitet von einer Ausstellung mit Fotocollagen des Berliner Künstlers Horst Zeitler.

mit Andreas Lisius

Das Winterreise-Projekt wurde 2014 mit dem Pianisten Andreas Lisius wieder aufgenommen. Im April 2016 präsentierten die beiden Musiker ihr neues englisches Programm unter dem Motto LET BEAUTY AWAKE mit den Songs of Travel von Ralph Vaughan Williams und zahlreichen Liedern von Roger Quilter. Horst Zeitler schuf zu den Songs of Travel eine Serie von Radierungen, die vor dem Liederabend ausgestellt wurden und Matthias Knop moderierte die Musik. Eindrücke in Wort und Bild von diesem Projekt unter Let Beauty Awake

Weitere Konzerte und neue Programme werden folgen.